13. türchen – ideen für ein nachhaltige(re)s weihnachten

So ein bisschen subtile Kritik an diesem fest der Liebe, welches sich praktisch als assozialster Feiertag der ganzen Welt zeigt ist an der einen oder anderen Stelle möglicherweise schon hervorgeblinzelt. Wirklich jedes einzelne Element, welches für uns hier Weihnachten symbolisiert strotzt nur so vor Raubbau, Ressourcenverschwendung, Umweltverschmutzung, Kinderarbeit, Tierquälerei und was es noch alles gibt. Wenn man mal so darüber nachdenkt ist es eigentlich alles in allem das Fest der Anti-Nächstenliebe, eingepackt in Tonnen von Plastik. Durch den ganzen Stress, den die Menschen im Dezember empfinden ist es ihnen tatsächlich kaum Möglich sich auch noch Gedanken um die benannten Punkte zu machen. Das auch nooooch, das is echt zu viel. Da hilft nur Verdrängung.

Nun, ich möchte natürlich niemandem ein schlechtes Gewissen machen, das haben wir ja schon längst. Und aufklären will ich auch nicht, das wissen ja schon alle (falls nicht: im Internet nach “nachhaltige Weihnachten” suchen).

Aber Motivieren oder zumindest ein paar kleine Ideen liefern, um an der einen oder anderen Stelle vielleicht mal einen Gang runterzuschalten und bewusst zu konsumieren, das wäre doch ganz nett.

Hier ein paar Anregungen, um Weihnachten ein bisschen grüner und sozialer zu gestalten.

  1. Deko: Vielleicht mal wiederverwendbar, aus Naturmaterialien statt Plastik und einfach ein bisschen weniger…
  2. Beleuchtung: LEDs, Kerzen die nicht aus Erdölresten sind, wenn schon batteriebetriebene Lichterketten wenigstens Akkus benutzen und vor allem: Licht ausmachen nicht vergessen 🙂
  3. Weihnachtsmänner und andere Süßigkeiten: Statt minderwertiger überteuerter Schokolade in Alu-Plastik-Verpackung vielleicht weniger und stattdessen hochwertige Fairtrade Schokolade ohne so viel Müll. Ansonsten mehr selber backen oder beim Bäcker kaufen… und mal ehrlich, wohin mit den ganzen blöden Weihnachtsmännern? Die armen Kinder haben eh schon alle nen Zuckerschock und die Eltern freuen sich bestimmt nicht darüber, dass wir ganz gerne unseren Weihnachtssüßkrammüll bei ihnen abladen.
  4. Weihnachtsbaum: Nachhaltige Weihnachtsbäume (Ideen dazu: https://reset.org/act/gruene-weihnachten)
  5. Weihnachtsmenü 1 – saisonal, regional, bio: Weihnachten ohne Pestizide und riesige Transportwege? Weniger Mangos, Avocados, Erdbeeren, Weintrauben… dafür mal schauen was die heimischen Bauern so zu bieten haben. Vielleicht die Möglichkeit nutzen und mal eine Ökokiste bestellen, die wird sogar ganz stressfrei an die Haustür geliefert. Ansonsten bekommt man im Bioladen den Kram wenigstens ohne Pestizide und Plastikverpackung in den Mengen, die man auch benötigt.
  6. Weihnachtsmenü 2 – ohne Tierquälerei: Fleisch, Wurst und Milchprodukte vielleicht mal aus artgerechte(re)r Tierhaltung…
  7. Tee und Kaffee: Wenigstens für Weihnachten mal Fairtrade. Oder einfach die Senseo oder Kapselmaschine feierlich auf dem Elektroschrott entsorgen und dafür leckeren Kaffee genießen.
  8. Geschenke 1 – gutes kaufen: Geschenke ohne Amazon und Kinderarbeit gibt es genug! Zum Beispiel bei https://www.avocadostore.de/ (nee, ich bekomme für die Werbung nix 😉 ). Oder nach “nachhaltige Weihnachtsgeschenke” suchen. Und Amazon Overnight? Vielleicht schenkt ihr den geknechteten Angestellten mal eine Pause und es gibt die zu spät bestellten Geschenke erst im Januar und dafür von einem anständige(re)n Anbieter? Ich finde das ist ein sehr soziales Geschenk. Oder halt jetzt ganz schnell bestellen. Oder noch viel besser: in einem anständigen Laden direkt kaufen.
  9. Geschenke 2 – ohne kaufen: Selbst gemachtes und Gutscheine, mal in der eigenen Wohnung umsehen und gebrauchtes verschenken…
  10. Geschenke 3 – keine Geschenke: Keine Idee? Einfach nix schenken. Eins der schönsten Geschenke, die man sich gegenseitig machen kann – kein Stress wegen der Schenkerei. Und die ganzen blöden Aufmerksamkeiten? Man muss sich ja nicht gegenseitig die Wohnung zumüllen. Vielleicht lieber ein Foto, eine selbstgemachte Karte mit ein paar lieben Worten?
  11. Geschenkpapier: Zeitungspapier und Wurschtkordel (wie der Hesse sagt) finde ich ja völlig ausreichend. Wers bunter und schicker mag nimmt halt Packpapier (das kann man auch bedrucken) und hübsche Bänder. Die kann man auch wunderbar ungeniert zerreißen 🙂 .
  12. Nachhaltiger Umgang mit sich und anderen: Stresst euch nicht so, stresst andere nicht so.
  13. Langsam fällt mir echt nix mehr ein… öööööh…. Blumen! Weihnachtssterne, Rosen und anderer Blumenkram kommt zumeist aus Afrika. AFRIKA! Die saufen den Sklaven da das Wasser weg… Toom hat übrigens nur noch Fairtrade Weihnachtssterne im Sortiment.

 

So, dann mal frisch ans Werk. Ich denke wenn man an der einen oder anderen Stelle mal irgendwas ein kleines bisschen anders macht ist es doch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Jeder halt so wie er mag und kann.

Viele Gestaltungs- und Geschenkideen gibt es übrigens bei Utopia (https://utopia.de/ratgeber/weihnachten-tipps-nachhaltig/), Smarticular (https://www.smarticular.net/), beim Nabu (https://berlin.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/tipps/weihnachten/) und sonst auch noch überall im ganzen Internet.

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