füße im schnee

Seit der doofen Mandelentzündung stecken meine armen Füße wieder in Schuhen. Sie sind dauernd gefangen. Und kalt. Gefangene Eisklötze. Hier und da hab ich sie mal für ein paar Schritte befreit, aber das war es auch schon. Ich war auch irgendwie die ganze Zeit krank und da machen Abhärtungsmaßnahmen wenig Sinn, der Körper ist ja schon beschäftigt. Nun überlege ich schon seit ein paar Tagen, dass hier doch der Ort und die Zeit für eine erneute Befreiungsaktion wäre… Eben war es dann soweit, ich wollte sowieso etwas aus dem Auto holen und habe mir kurzerhand die Socken von den Füßen gerissen und bin schnell losgestratzt, bevor ich es mir anders überlegen kann.

Nach ein paar Schritten kam dann auch direkt der Kälteschock, ahuuuuuuuuuu. Dann ist mir wieder eingefallen, dass der Weg ja das Ziel ist und diese „Augen zu und durch“-Mentalität gar nichts bringt. Das hab ich immerhin auf meiner Bergtour gelernt, man muss die Augen aufmachen und annehmen was vor einem liegt. Also bin ich ganz langsam gegangen und habe tief und bewusst geatmet. Total krass, der Schmerz war direkt weg und die Füße sind langsam heiß geworden, dann war ich auch schon am Bus. Den Rückweg habe ich dann einfach genossen. Als ich ins Haus gegangen bin war der Boden, den ich sonst als sehr kalt wahrnehme, auf einmal so heiß, dass ich das Gefühl hatte zu verbrennen. Hach wie schön, mal keine Eisfüße zu haben.Und die Pummel-Einhörner haben ganz schön doof geguckt.

Neuer Vorsatz: Jeden Tag eine kleine Schneewanderung, vielleicht auch mal barfuß zum Einkaufen.

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