lieblings-empels und zukunftsplanung

Blöde Zukunftsplanung, es ist ja total phantastisch so frei und ungebunden die Zukunft gestalten zu können, doch dieses Gestalten erfordert doch allerlei Nerven, will man doch irgendwann auch mal wissen wie und wo es weitergeht. Diese ganze bürokratische Kacke ist ein Zeit- und Energiefresser, langsam verstehe ich warum die Leute lieber einfach bleiben wo sie sind, egal wie doof es da ist…

Total krass, stellt euch mal vor die Familie eurer besten Freundin besteht zum Großteil aus Abenteurern und Weltenbummlern, sie zerstreuen sich in alle Winde, nach Portugal und Australien zum Beispiel, und dann fährt man mal kurz  vorbei und auf einmal sind sie alle da.

Ich komme an und 5 Minuten später befinden wir uns schon auf einem Laternenumzug, danach gehts in das beste Kuchen Café. Riesenpaaaartyyyyyy! 2 kleine und 5 große Kinder besetzen die Lokalität und haben so einen Spaß, dass sie vom ungehaltenen Nachbar ermahnt werden. Herrlich.

Am nächsten Morgen wird es dann ernst, nach dem Beschluss mal wieder eine neue Heimat abzuchecken rufe ich also bei einer potentiellen neuen Arbeitsstelle an und werde rüde von einer fiesen und mies gelaunten Sekretärin abgewiesen. „Wie vorbeikommen, also ohne ausführliche Bewerbung mit Lebenslauf per Post geht hier gar nichts!“ blafft sie mich an und will mich nicht mal zum Chef durchstellen. Ich rege mich furchtbar auf, DIE suchen doch wen, warum soll ich eine Bewerbung schreiben, wenn ich noch gar nicht weiß, ob mir der Laden gefällt? Es ist bekannt, dass sie dort händeringend suchen, die Freundin einer Freundin meiner Schwester meinte ich solle einfach vorbeifahren. Und nu? Bäh, kein Bock, da such ich mir lieber woanders was. Aber da hab ich nicht mit den Empel-Sisters gerechnet, sie fungieren als Stimme der Vernunft und meine „kein Bock auf blöde Zukunftsplanung-Mood“ hat keine Chance. Sie zwingen mich einen 10 Jahre alten Lebenslauf rauszukramen den ich lustlos zu aktualisieren versuche, dann muss ich noch so ein doofes Bewerbungsanschreiben aufsetzen. Nachdem ich mich in dem ständigen Bemühen meine Lustlosigkeit irgendwie zu überwinden und angefeuert von den Schwestern irgendwas ausgekackt habe wird es von ihnen liebevoll frisiert und zu etwas anständigem umgestaltet. Sie sind einfach die Besten! Ich bin ganz gerührt und sehr dankbar.

Dann fahre ich in meine neue vielleicht Wahl-Heimat um die Bewerbung abzugeben, die gemeine Sekretärin ist weg, der Chef total nett und sympathisch. Als er mich sieht springt er auf und begrüßt mich freudig, er hat mich schon erwartet. Ich verkneife mir einen Kommentar über seine reizende Sekretärin. Er fragt mich nach meinen Einsatzgebieten, fällt sich dann aber selber ins Wort und brüllt das ihm das eigentlich total egal sei und er sofort alles in trockene Tücher bringen will.

„Ööh, also ich…“

„Ach so, ja, sie wollen sich vielleicht erstmal umschauen, na klar. Und dann kann ich ja alles in trockene Tücher bringen!“

Von einem unglaublich netten Herren werde ich sodann herumgeführt und bekomme alles erklärt, es scheint ein unglaublich toller Arbeitsplatz mit freundlichen und lächelnden Leuten zu sein. Ich bin hin und weg, stelle viele Fragen und wirklich alles was ich an meinem letzten Arbeitsplatz kritisiert habe scheint hier besser zu sein. Vom Chef über die Struktur und Transparenz bis zu den Arbeitsweisen und -möglichkeiten. Alles neu, alles da, ein unglaulich riesiger Komplex das Ganze. Am überzeugendsten finde ich aber die lächelnden Mitarbeiter, sie scheinen gerne hier zu arbeiten. Dann rede ich noch kurz mit dem Chef, ich will, er will – fertig. Dat wird was, kein Problem sacht er. Wir beschließen nochmal zu quatschen, wenn die offizielle Einstellungsphase beginnt – das Schaaf ist sehr beschwingt.

Dann schaue ich mir die Stadt an, sollte man vielleicht auch mal machen bevor man da hin zieht ;-). Dazu treffe ich mich mit der besten Freundin meiner Schwester und lerne ihre wundervollen Kinder kennen. Ich verliebe mich auf Anhieb und wir spielen bis Schlafenszeit ist. Ach ja, die Stadt ist übrigens sehr schön – Neuheimatbeschluss erfolgreich abgeschlossen. Beschwingt mache ich mich schließlich auf, hah, das ist der erste Neue-Heimat-Beschluss der mal Bestand zu haben scheint, whoohooooooooooo. Jetzt muss ich nur noch ein paar Formalitäten regeln und dann hab ich erstmal ein paar Monate frei von dieser Bürokratie-Scheisse – hah! läuft doch :-).

Und das alles nur weils die tollen Empels gibt 🙂

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