wieder was gelernt

Heute haben wir rote Bete geerntet, die Hälfte der Knollen wurden von Schnecken (obere Hälfte) und Wühlmäusen (untere Hälfte) angefressen, wie mies. Aber egal, die Knollen werden in Sand gelegt und bleiben so bis zum nächsten Frühling knackig, die Blätter verarbeiten wir direkt zu Gemüse und hapsen das Ganze mit Reis und Anchovis. Die Stiele werden in Salzwasser eingelegt. Das heißt Milchsäuregärung (das Rezept schreibe ich extra damit ich es später der Rezeptkategorie zuordnen kann).

Zum Abendessen gibt es Polenta mit Anchovis und Rote Bete Salat – total krass ich dachte immer Polenta ist trocken und blöd, aber die von Annette ist saftig und total lecker, mit Olivenöl wird nicht gespart, das ist der Geheimtipp. Neben dem Rezept erfahre ich das Laki zusammen mit Erwin begründer der legendären PPAP (pan pazifistisch-anarchische Partei) ist. Seit sie in den 70ern auf Thassos entstanden ist hat sich zwar nicht viel getan, formell besteht die Partei mit ihren zwei (Gründungs-)Mitgliedern aber noch immer, da sie niemals aufgelöst wurde.

Ich höre wieder viel über Musik, im Gartenwohnzimmer hören wir mein Lieblingsalbum: “John Frusciante – Shadows Collide with People”, ich bin total geflashed von der tollen Qualität, endlich kann ich das mal in einer angemessenen Lautstärke hören, Laki und Antette wiederum halten sich die Ohren zu weil sie den Sound so furchtbar finden. Ich lerne das mp3 ein ganz elend schlechtes Format ist, sowas kann man doch nicht hören! Also wenn überhaupt dann in 320 bit, besser im flac oder wma-Format, aaaaaaah. Außerdem lerne ich das Platten nach wie vor ein qualitativ hochwertigeres Musikerlebnis ermöglichen als CDs. Das liegt daran, dass LPs eine viel größere Datenmenge durch die Nadelhaardinger übertragen können (anständiger Plattenspieler vorausgesetzt), man bräuchte unglaublich viele CDs um die gleiche Datenmenge übertragen zu können, also das hätte ich ja nie gedacht. Außerdem erfahre ich das Spotify nur ganz furchtbare Soundqualität hat, es gibt aber eine hochwertige Alternative: Tidal, die Streaminplattform bietet MQ – Master Quality, das bedeutet die Qualtät von den Masterbändern die im Studio aufgenommen werden. Ich denke an meine Autoboxen und wie sie knistern und rauschen, wenn man die Musik mal etwas lauter dreht… also das hier ist mal definitiv eine ganz andere Welt! Immerhin habe ich für den Wohnraum eine Bose-Box, die segnet sogar der Laki ab, wir beschließen das die irgendwie an mein Radio angeschlossen werden muss, dass kann ja so nicht weitergehen!

3 thoughts on “wieder was gelernt

  1. …das hätte mich auch stark gewundert, wenn du in Markelsbach nix über Gemüse und Röhrenverstärker gelernt hättest 🙂

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