zu hause ist, wo freunde sind

So wunderbar ein Bus-Heim auch ist, wenn der Winter ins Land zieht wird es doch auf Dauer ungemütlich.

Nass und trostlos kommen die dunklen Tage daher. Und während Eiseskälte die Glieder durchdringt, da sucht das Schäfchens Herz nach einem warmen Ort, bevor es zu erfrieren droht.

Die Straße entlang geht es immer weiter, bis hinter düstren Nebelschwaden schwach die ersten Lichter erscheinen.

Sie weisen den Weg zu offenen Türen, hinter denen warme Worte und liebevolle Umarmungen auf das Schäfchen warten, um es ja heil durch den Winter zu bringen.

Und wenn auch der Blick aus dem Fenster nur karge Gerippe in düsterer Nacht zeigt, so weiß es doch, dass es nicht allein sein wird.

Dort neben dem Ofen steht ein Plätzchen schon bereit, dort wird es umsorgt und gefüttert und gekrault, bis alle Kälte vergangen, bis selbst die Trauer ein wenig der Hoffnung weicht, der Hoffnung auf einen neuen Sommer.

Und ganz in Sicherheit rollt sich das Schaaf hinter dem Ofen zusammen und weiß, dass es immer hier und dort ein liebevolles Plätzchen hat, dass es nie alleine durch den Winter gehen muss. Und langsam fallen ihm die Augen zu, eine Träne der Rührung kullert ihm noch über das Schnäuzchen, und es träumt vom größten Glück – geliebt zu werden.

 

 

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