dem sommer hinterher

Nach einer Woche unter einer mich überallhin begleitenden Regenwolke wurde der Gedanke an Flucht von der Gewissheit zu dessen absoluter Notwendigkeit abgelöst. Weitweitweit weg, der Sonne entgegen. Es war also an der Zeit den Frankreich-Plan bezüglich der Sonnenverfolgung umzusetzen. Da ich mich immer noch scheue alleine ins Ausland zu fahren – da reden alle so komisch, man versteht die gar nicht und hat keinen raff wie da was läuft – habe ich mir eine Reisebegleitung gesucht und bin losgefahren. Praktischerweise hat ein Bekannter durch Job- und Wohnungswechsel einen Monat frei, sodass die üblichen Ausflüchte (ich muss doch arbeiten, kann ja nicht jeder dauernd frei haben…) mein Bedürfnis nach Auslands-Gesellschaft nicht konterkarieren konnten. Die Sache war also direkt beschlossen, auch wenn sich das Ganze noch einige Tage verzögert hat. Mein Körper zeigte wenig Verständnis und wehrte sich vehement gegen die neuerliche Verzögerung. Ein riesiger fieser Herpes-Okolyt (=undefinierbarer (oft aber überdimensional großer) Gegenstand) gepaart mit akutem Erkältungszusammenbruch war seine grausame Maßnahme mich zu motivieren. Wir sind dann also schnell los bevor schlimmeres passieren konnte: Herbie, Wolfgang, Appa und ich. Die Erkältung verzog sich schnell wieder, Herbie dagegen gefiel es sehr gut bei uns und er beschloss mit gen Süden zu reisen.

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