menschen, andere menschen

Nach einem kompletten Tag ohne menschlichen Kontakt komme ich mir wie eine Einsiedlerin vor. Wie lange bin ich schon hier? Vielleicht schon ewig, ja ich glaube schon, wahrscheinlich Jahre und ich merke das gar nicht weil jeder Tag gleich ist. Bin ich vielleicht der einzige Mensch auf der Welt? Gab es endlich eine Zombie-Invasion? Hah damit hat die Agrar-Lobby bestimmt nicht gerechnet!

Dann stellte sich heraus, dass es doch noch andere Menschen gibt und auch das keine 100 Jahre vergangen sind … da waren sie auf einmal, erst ein Wohnwagen, dann ein Büschen. Hach wie herrlich! Der Bus hatte ein Paar, der Wohnwagen ein Paar mit Kind und Hund dabei. Ich hab mich direkt auf sie gestürzt, voll interessant, beide Paare wirken total glücklich und machen ihr Ding. Einen Arzt der einfach mal ein Jahr nicht gearbeitet hat (er hatte keine Lust) – und noch viel krasser: keiner fand das komisch sondern alle cool. Dann noch ein Paar die alles wollen und das auch voll durchziehen: Haus-Kind-Auszeitleben im Wohnwagen. Die haben einfach ihr Haus was sie ein Jahr renoviert haben stehen gelassen, wen zum Blumen gießen für den Garten gesucht und sind dann los in die gemeinsame Erziehungszeit gereist. Whoohoooo die hab ich gefeiert. Ganz großes Kino.

Jedenfalls alle voll am Ausbrechen, sehr sympathisch. In Kleinwurstdorf ist das eher seltsam was ich tue. Das ist aber gar nicht überall so, es gibt viele Ecken wo das quasi normal ist, da überlegt man sich schon fast ob das nicht ein bisschen zu Mainstream ist so etwas zu tun. Immerhin machen das ja alle. Überall gibt es sie, die Ausbrecher, Erforscher und Entdecker, oder einfach Leute die halt das tun wo sie Lust drauf haben. Hah und man trifft sie gar nicht zu Hause, man trifft sie Unterwegs.

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